Lange hieß es, KI sei etwas für Konzerne mit eigener IT-Abteilung. Ich sehe das genau andersherum, und neue Zahlen geben mir recht.
Als ich im Februar 2026 das KI-Powerhouse gegründet habe, hatte das einen einfachen Grund: Ich war erschrocken, wie wenig sich Freunde und Kollegen mit KI beschäftigen. Viele hatten ChatGPT mal ausprobiert, ein paar Fragen gestellt, vielleicht eine E-Mail schreiben lassen. Im echten Arbeitsalltag angekommen war das aber kaum irgendwo. Dabei arbeite ich selbst seit 2022 mit KI und sehe jeden Tag, wie viel Zeit sie mir abnimmt.
Umso mehr hat mich gefreut, was Lexware im Mai veröffentlicht hat. Bei einer Befragung von fast 3.000 Selbstständigen und Betrieben mit bis zu neun Mitarbeitenden sagte jeder Dritte, dass er Teile seiner Abläufe bereits mit KI automatisiert. Im September 2025 war es noch jeder Sechste. 41 Prozent nutzen KI inzwischen täglich. Das Handelsblatt hat die Studie im August aufgegriffen, und der Digitalberater Marcus Diekmann sagt dort einen Satz, den ich sofort unterschreiben würde: „Kleinstunternehmen könnten die größten Gewinner der KI-Revolution werden.“
Warum die Kleinen im Vorteil sind
Diekmann begründet das mit kurzen Entscheidungswegen und weniger komplizierten Strukturen. Genau das erlebe ich in meinem eigenen Unternehmen. Bei den Rosinenfischern gibt es keine Gremien und keine monatelangen Abstimmungsrunden. Wenn wir eine gute Idee haben, probieren wir sie aus. Und in einem kleinen Team spürt man jede gewonnene Stunde sofort.
Bei uns heißt diese gewonnene Zeit Tony. Unser KI-Agent formuliert Antworten auf Kundenanfragen, gleicht Daten ab und bereitet Angebote vor. Früher hat eine Anfrage bei uns rund 30 Minuten gedauert, heute sind es 3 bis 4 Minuten. Die Zeit, die dabei frei wird, stecke ich lieber in Gespräche mit Kunden und in neue Ideen. Wie ich Tony aufgebaut habe, habe ich hier ausführlich beschrieben.
Das Schöne daran: Dafür brauchte ich keine IT-Abteilung und keine Programmierkenntnisse. Ich brauchte einen klaren Plan und das Wissen, welches Werkzeug wofür taugt.
Aus Tony ist ein Team geworden
Tony ist inzwischen nicht mehr allein. Neben ihm arbeiten bei uns weitere Agenten, die uns den Alltag spürbar leichter machen. Alle laufen auf Langdock, einer Plattform, die DSGVO-konform arbeitet. Die Frage nach dem Datenschutz, die viele Kleinunternehmer laut Lexware-Studie noch zögern lässt, war für uns damit erledigt.
Was den meisten noch fehlt
Die Lexware-Studie zeigt allerdings auch die andere Seite. Nur 15 Prozent der Befragten arbeiten nach einer ausformulierten KI-Strategie. Wer Bedenken hat, sorgt sich vor allem um die Qualität der Ergebnisse, um den Datenschutz und um rechtliche Fragen.
Das deckt sich mit dem, was ich in Gesprächen höre. Die meisten haben KI schon ausprobiert, aber ohne Plan. Und genau dafür gibt es das KI-Powerhouse: Damit aus „Ich habe KI mal ausprobiert“ ein „Ich weiß, wie ich damit arbeite“ wird.
Was den Unterschied macht
Oft werde ich gefragt, wie wir das bei den Rosinenfischern hinbekommen haben. Die ehrliche Antwort: Es war nicht das eine Tool und nicht der eine Trick. Es war das Zusammenspiel aus der passenden Plattform, gut aufbereitetem Firmenwissen und der Anbindung an die Werkzeuge, mit denen wir ohnehin jeden Tag arbeiten.
Die Magie passiert genau dort, wo diese Teile zusammenkommen. Solange KI nur im Chatfenster lebt, bleibt sie ein schlauer Gesprächspartner. Sobald sie euer Firmenwissen kennt und mit E-Mail, Kalender und Buchhaltung verbunden ist, arbeitet sie wirklich mit. Bei uns war das der Moment, als Tony an Lexware, Google Kalender und unsere E-Mails angebunden wurde. Seitdem dauert eine Anfrage 3 bis 4 Minuten statt 30.
Auf dem Weg dahin stehen allerdings viele Entscheidungen. Die wichtigste kommt vor allen anderen: Macht KI für diesen Arbeitsablauf überhaupt Sinn? Erst wenn die Antwort Ja lautet, geht es um die nächsten Fragen: Welche Plattform passt zum Betrieb? Welches Wissen braucht die KI, und was gehört nicht hinein? Wo braucht es einen eigenen Agenten, und wo reicht ein guter Prompt oder Skill? Auf diese Fragen habe ich in den letzten Jahren meine Antworten gefunden. Die gebe ich weiter, damit du nicht bei null anfangen musst.
Und eines gilt bei uns von Anfang an: Der Mensch bleibt am Steuer. Die Agenten bereiten vor, wir prüfen, wir entscheiden.
Wenn du wissen willst, wo KI in deinem Betrieb ansetzen kann, lass uns reden. In einem kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam, wo KI deinen Betrieb entlasten kann.
Quellen:
Lexware: Künstliche Intelligenz wird zum Partner für Deutschlands Kleinstunternehmen, Pressemitteilung vom 22. Mai 2026
Handelsblatt: Jedes dritte Kleinstunternehmen automatisiert Prozesse mit KI, 18. August 2026


